Besonders bemerkenswert: Es ist, saisonübergreifend, die vierte Bezirksligameisterschaft in Folge – und jedes Mal gelang dieses Kunststück mit einer anderen Mannschaft.
Im Spitzenspiel gegen den späteren Vizemeister SV Erlenmoos ließ der VfB von Beginn an keinen Zweifel an seinen Titelambitionen aufkommen. Die Seehasen bestimmten das Tempo, setzten den Gastgeber permanent unter Druck und ließen ihn nur selten zur Entfaltung kommen. Vor allem im ersten Satz feuerte der VfB-Angriff aus allen Lagen und sorgte, inklusive Eigenfehler, für fast alle Punkte selbst. Durch den verdienten 2:0 (11:7/11:6) Erfolg war die Tür zur Meisterschaft nun weit geöffnet.
Das kurioseste Spiel des Tages lieferte der VfB anschließend mit dem Bodensee-Derby gegen den TSV Lindau ab. Im ersten Satz präsentierte sich Friedrichshafen in Bestform: Fehlerfrei, hochkonzentriert und gnadenlos effektiv. Lindau gelang nicht ein einziger Punkt, der VfB gewann den Durchgang spektakulär mit 11:0. Umso überraschender verlief der zweite Satz. Von der Dominanz des Auftakts war plötzlich nichts mehr zu sehen. Eine Serie unnötiger Eigenfehler brachte die Lindauer zurück ins Spiel, die umgehend den Satzausgleich herstellten. Dieser unerwartete Rückschlag wirkte wie ein Schock für den VfB. Ein Weckruf zur rechten Zeit. Im dritten Satz fanden die Häfler sofort zu ihrer alten Stärke zurück, dominierten Ballwechsel um Ballwechsel und brachten mit dem 2:1 (11:0/10:12/11:2) Erfolg die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach.
Im abschließenden Spiel gegen die TG Biberach 2 bekamen noch einmal alle Spieler Einsatzzeit. Trotz zahlreicher Wechsel blieb der VfB spielbestimmend. Zwar ging der zweite Satz bis in die Verlängerung, aber Friedrichshafen bewies Nervenstärke und bewahrte mit dem 2:0 (11:6/12:10) Sieg auch im letzten Saisonspiel seine weiße Weste.


